Frankfurt (P) - Seit 2010 existiert das weltweit erste Recycling- und Rücknahmesystem für Verstärkte Kunststoffe "Compo Cycle". Dieses System, bei dem die AVK – Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V., Frankfurt, Kooperationspartner ist, wurde von der Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft mbH in Kooperation mit der Holcim Deutschland AG entwickelt. Zajons bietet der GFK-Industrie neben einer 100%igen Verwertungsgarantie auch die Nutzung des Umweltlabels Compo Cycle.
Auf der Mitgliederversammlung Mitte November, zu der Partner und Lizenznehmer des Labels geladen waren, konnte Erfreuliches berichtet werden. So ist die Menge der recycelten und verwerteten FVK-Produktionsabfälle seit Start des Systems im Juni 2010 von 113.000 kg auf 435.380 kg im Oktober 2011 gestiegen. Insgesamt konnten somit seit Start von Compo Cycle über 3 Mio. kg Produktionsabfälle und Rotorblätter recycelt werden. Die zu Stäuben zerkleinerten GFK- und CFK-Teile werden als Rohstoffsubstitut in der Zementindustrie eingesetzt. Ziel der Firma Zajons und ihrer Partner ist es, die Recyclingmenge zu erhöhen und das Einzugsgebiet auch europäisch weiter auszubauen. Mittelfristig soll, so die Prognose der Verantwortlichen, im Jahre 2014 die Anlagenauslastung insgesamt bei etwa 20 Mio. kg Faserverbundkunststoffe jährlich liegen.
Das Label Compo Cycle erfüllt ähnliche Aufgaben wie das Label "Grüner Punkt" und bietet seinen Kunden somit einen nachhaltigen Umgang mit den Abfällen. Erstmals im Bereich der Faserverbundindustrie übernimmt Compo Cycle die Produktverantwortung, auch über das Lebensende des Produktes hinaus, und bietet der Industrie eine Garantieplattform an. Ausgezeichnet wurde das System in diesem Jahr mit dem AVK-Innovationspreis in der Kategorie Umwelt.
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