30. August 2010 | Branche, PUR, PUR-Verarbeitung

PUR-Anlage im Dienste der Wissenschaft

Die Ostfalia-Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfsburg nahm am 26. August ihre neue Polyurethan-Technikums-Anlage feierlich in Betrieb. Geladen waren rund 100 Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Symbolischer Startschuss für die neue PUR-Anlage, (v.l.n.r.): Prof. Dr. Hartmut Widdecke (Fakultät Fahrzeugtechnik, Ostfalia-Hochschule), Prof. Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen), Prof. Dr. Achim Schmiemann (Leiter Institut für Recycling)

Wolfsburg (P) - Gut 100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft besuchten anlässlich der feierlichen Einweihung der Polyurethan-Anlage am 26. August das Technikum des Instituts für Recycling der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Wolfsburg. Das Technikum zeichnet sich heute als Kunststoff-Kompetenzzentrum aus und gehört zu den ersten Adressen, betonte Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Präsident der Ostfalia-Hochschule, in seiner Begrüßungsrede.

180.000 EUR Fördergelder, aufgebracht je zur Hälfte von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) und dem Land Niedersachsen, wurden hier in die anwendungsorientierte Forschung und Lehre für die Zukunft investiert. „Nur zwei Worte zu dem, was die Hochschule macht: Weiter so! “, das gab Prof. Dr. Johanna Wanka, Ministerin für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen, abschließend in ihren Grußworten der Fakultät für Fahrzeugtechnik mit auf dem Weg. Mit der rhetorischen Frage: „Wo könnte die Brücke besser geschlagen werden zwischen Wissenschaft, Forschung und Anwendung als hier in Wolfsburg?“ kündigte Prof. Rolf Schnellecke, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg, sogleich den weiteren Ausbau des Technikums an. Ab 2011 soll auf dem Gelände des ehemaligen Arbeitsamtes ein Laborgebäude entstehen. Das Institut für Recycling gehört zur Fakultät Fahrzeugtechnik. Diese hat zurzeit rund 1.100 Studierende und stellt damit fast die Hälfte der 2.500 Studenten an den drei Wolfsburger Fakultäten. Für das Jahr 2013 rechnen die Verantwortlichen mit mehr als 3.000 Studenten.

In seinem Vortrag über die „Herausforderungen für die Kunststoffindustrie bis 2020“ unterstrich Dr. Peter Orth, Hauptgeschäftsführer Plastics Europe Deutschland e.V./Frankfurt, dass sechs Megatrends, wie stetig wachsende Weltbevölkerung oder zunehmende Globalisierung, die K-Branche sogar bis ins Jahr 2030 beeinflussen werden. Und dabei werde der Kunststoff, als der Werkstoff der Energieeffizienz, seine vielfältigen Möglichkeiten nutzen.

Als Ergebnis eines Praxisversuches präsentierte Dr. Albert Otten, Lehrkraft für besondere Aufgaben der Fakultät Fahrzeugtechnik am Institut für Recycling, den Besuchern anschließend ein anhand der neuen Skin Form PUR-Anlage gefertigtes von PUR überflutetes Spritzgussteil.


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