Grafenberg (O) - Das Unternehmen Rampf ist Pionier in der Herstellung von Blockmaterialien für den Modellbau. Vor 30 Jahren erfand Rudolf Rampf, Seniorchef der Rampf-Gruppe, die erste Platte aus Polyurethan unter dem Namen Ureol. Am Hauptsitz in Grafenberg verfügt Rampf über die größte Produktion von Ureol Raku-Tool Blockmaterialien.
„Auf meine erste Modellbauplatte aus Polyurethan, die ich 1980 entwickelte, meldete ich ursprünglich ein Patent an. Dieses Material zeichnete sich durch hervorragende Eigenschaften aus und wurde von Anbeginn weltweit unter dem Namen Ureol zum Symbol des Qualitätsführers“, berichtet Rudolf Rampf. Die Idee hinter der Erfindung: Der neuartige Kunststoff sollte im Modellbau Tropenhölzer wie Mahagoni ersetzen, um so als höchst dimensionsstabiler Werkstoff den negativen Einfluss von Temperatur und Luftfeuchtigkeit auszuschalten. „Der Werkstoff ermöglichte dem Verarbeiter Produkte herzustellen, die in ihrer Präzision bis dahin nicht oder nur bedingt realisierbar waren. Mit dieser Entwicklung haben wir technische Maßstäbe gesetzt, und ganz nebenbei einen aus heutiger Sicht sehr wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Abholzung von Tropenwäldern geleistet“, sagt der Seniorchef.Diesen Gedanken hat das Unternehmen nun neu aufgegriffen. Seit kurzem bietet es ein Öko-Blockmaterial an. Die Modellbauplatte Raku-Tool MB-0540 ist überwiegend aus Recyclingmaterial vom Partnerunternehmen Rampf Ecosystems hergestellt. Das neue Blockmaterial weist laut Hersteller eine feine Oberflächenstruktur auf, lässt sich einfach bearbeiten und hat einen niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizient. Als besonderes Kennzeichen der Halbzeuge nennt das Unternehmen die sichtbare Präzisionsfrässtruktur an der Oberfläche.
Rampf hat im Laufe der Jahre sein Produktportfolio stark erweitert. So kommen die Materialien heute vom Design bis zum Produktionsbeginn zum Einsatz. Das Sortiment umfasst die komplette Palette an Blockmaterialien, Modellbauharzen, Pasten und individuell gefertigten, konturnahen Gießlingen. „Ob Kotflügel, Motorhaube, Waschbecken, Schiffsrumpf, Windflügel oder wichtige Elemente des Airbus 380, wir geben Ideen Form. Unzählige Modelle sind aus unseren Produkten entstanden und entstehen gerade“, sagt Rudolf Rampf. Neben dem Automobil- und Fahrzeugbau engagiert sich der Werkstoffhersteller in der Luft- und Raumfahrt, der Gießerei, in der Keramik- und Porzellanindustrie, der Windenergie, der Kunststoffverarbeitung sowie dem Maschinenbau.
Um dem Marktwachstum Stand halten zu können, hat Rampf Tooling seine Kapazitäten erst im vergangenen Jahr erweitert. Die neuen Räume im Innovationszentrum beherbergen Schulungsräume, einen modernen Bepastungsraum und ein leistungsfähiges Technikum mit entsprechendem Fachpersonal. An dieser Schnittstelle zwischen Labor und Produktion will das Unternehmen seine Kunden aktiv in die Produktentwicklung mit einbeziehen.
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"Die Realität ist weitaus besser als die allgemeine Stimmung." Wenn nicht alles trügt, könnte diese Diagnose – trotz Euro-, Finanz- und Schuldenkrise – auch 2012 die richtige sein, zumal, was die künftige Geschäftsentwicklung der deutschen Kunststoffindustrie betrifft. Natürlich haben sich die Voraussetzungen verändert.
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