Management 10.04.2017 3 Bewertung(en) Rating

Hacker haben es auf mobile Geräte abgesehen

Die meisten PCs sind heute vor Malware und Cyberkriminalität mit einem Schutz versehen. Aber nicht nur PCs sondern auch mobile Endgeräte sind gefährdet, von Viren und sonstiger Schadsoftware attackiert zu werden. Die Vernachlässigung vieler Geräte bei der IT-Sicherheit öffnet der Internetkriminalität die Pforten. Insbesondere bei Geräten mit Android-Betriebssystem ist die Gefährdung hoch. Dabei gibt es Möglichkeiten, sich zu schützen.

Mit zunehmender Leistung von PCs und Mobilgeräten werden sie für Hacker und Cyberangriffe immer interessanter. Während PCs meist mit Hilfe von Antivirenprogrammen vollumfänglich geschützt sind, lassen viele Nutzer auf Smartphones und Tablets gefährliche Sicherheitslücken zu. Gerade die Nutzung von WLAN über ungeschützte Geräte kann Viren, Trojanern und anderer Malware den Zugang erleichtern. Dies ist bei Verwendung empfindlicher Daten, etwa beim mobilen Banking besonders problematisch.

 - Die Nutzung des mobilen Internets nimmt immer weiter zu. Das beinhaltet auch Risiken.
Die Nutzung des mobilen Internets nimmt immer weiter zu. Das beinhaltet auch Risiken.
Joachim Kirchner / pixelio.de

Hierbei sind Mobilgeräte mit Android-Betriebssystem besonders gefährdet. Der Store von Google wird nicht aktiv durch den Anbieter kontrolliert. Verdächtige Software kann hier nur durch Kunden gemeldet werden, woraufhin Google erst eingreift. Eine wesentliche Sicherheitslücke Androids findet sich im so genannten QuadRooter. Dieser erlaubt ungehinderten Root-Zugriff auf die Geräte. Auf diese Weise können die Android-Geräte praktisch ferngesteuert werden. Dies betrifft die Installation fremder Programme, die Ausspähung von Daten und die Ermittlung des aktuellen Standorts. Betroffen sind Geräte, die über einen bestimmten LTE-Funkchip des Herstellers Qualcomm verfügen, darunter auch aktuelle Smartphones.

Apple: Wirksamer Viren- und Malwareschutz bei Mac OS und iOS?

Als beste Maßnahme gegen Viren und Schadsoftware gilt bei Apple-Produkten die laufende Aktualisierung der Betriebssysteme. Ebenso sind Flash, Java, die Internetbrowser und Programme wie der Adobe Reader stets auf neuestem Stand zu halten. Virenschutzprogramme gelten sowohl für Mac OS X als auch für iOS als verzichtbar. Bei der Nutzung von Virenschutzprogrammen für Mac ist zu berücksichtigen, dass diese weniger wirksam sind als die internen Schutzfunktionen von Apple. So können diese weit mehr Malware abhalten als es Virenschutzprogramme für diese Betriebssysteme leisten. Kritiker der Schutzprogramme führen an, dass diese mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Apples Sandboxing-Strategie

Apple legt bei sämtlichen Produkten vom Mac bis zum iPhone größten Wert auf die Sicherheit. Zu diesem Zwecke nutzt Apple eine Sandboxing-Strategie. Die simple Überlegung dahinter ist die Vorgabe, dass jedes einzelne Programm in einer Sandbox läuft. Diese ist als eine Art virtueller Sandkasten zu verstehen. Er schirmt die Programme separat voneinander und von der Umwelt ab, auch vom Betriebssystem. Zwar haben sich auch hier seltene Fälle von Sicherheitslücken durch findige Hacker ausfindig machen lassen. Diese hat Apple allerdings inzwischen geschlossen. Eine verbleibende Sicherheitslücke findet sich bei Endgeräten mit so genanntem Jailbreak. Wer an seinem Gerät einen Jailbreak vornimmt, profitiert nicht nur von der Freilegung gesperrter Funktionen, sondern legt das Dateisystem offen.

Sicherheitsmaßnahmen für andere Devices

Die Gefahr von Malware lässt sich auch auf Nicht-Apple-Produkten durch bestimmtes Verhalten minimieren. Wirksame Antivirensoftware wird in Form zahlreicher Apps angeboten. Wichtiger jedoch ist ein präventiver und umsichtiger Umgang mit den sensiblen Daten. In erster Linie sollten Downloads aus unbekannten Quellen vermieden werden. Dies lässt sich auf Android-Geräten voreinstellen, so dass Geräte solche Quellen automatisch blockieren. Ebenso empfiehlt sich eine Sperrung des Zugriffes für Drittanbieter. Weitere unbekannte Quellen, die mit Vorsicht zu betrachten sind, finden sich in unbekannten Absendern. Links oder Downloads sollten nur geöffnet werden, wenn Absender bekannt sind. Wichtig ist es, die Firmware aktuell zu halten, da mögliche Sicherheitslücken oft mit Updates geschlossen werden. Zudem ist eine Auslagerung der persönlichen Daten ratsam. Solche können etwa auf einer externen Festplatte abgelegt werden.

pl

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