Märkte 30.05.2012 0 Bewertung(en) Rating

Exportindustrie: Aufmerksamkeit auf neue Auslandsmärkte richten

Laut einer Umfrage des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) innerhalb der exportorientierten Industrie werden 2012 insbesondere der Automobilsektor, die Elektro- und die Lebensmittelindustrie die Ausfuhren beleben. Als größte Herausforderung wurde in der Umfrage eine weitere Zuspitzung Eurokrise genannt.

"Nach dem Anstieg der Exporte auf einen neuen Höchstwert im März geht der BDI davon aus, dass die Ausfuhren 2012 um deutlich mehr als drei Prozent zulegen werden", kommentierte Dr. Stefan Mair, Mitglied der BDI-Geschäftsführung, den neuen BDI-Außenwirtschafts-Report.

"Rund 60% der deutschen Exporte gehen in die Europäische Union, ein krisenbedingter Nachfragerückgang würde sich deutlich auf die deutschen Exporte auswirken", sagte Mair. Obwohl Griechenland mit 0,5% der Ausfuhren nur eine geringe Rolle spielt, ist die weitere Entwicklung dort wichtig für die Stabilität im Euroraum. Mair: "Die Konsequenzen eines Austritts Griechenlands aus der Währungsunion sind unvorhersehbar." Umso wichtiger seien eine stabile politische Mehrheit, die Bewältigung der wirtschaftspolitischen Herausforderungen des Landes und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den EU-Institutionen.

Auch angesichts der schwachen Konjunktur in Europa sei es ein Anliegen des BDI, die Aufmerksamkeit der Unternehmen auf neue Auslandsmärkte zur richten. "In China, Indien und Brasilien sind deutsche Unternehmen gut aufgestellt. Ein Großteil der Exportzuwächse kommt aus diesen Ländern", sagte Mair. Zunehmend ginge es aber auch um die erfolgreiche Positionierung auf wachstumsstarken Auslandsmärkten jenseits dieser Schwerpunktländer.
pc

Kommentar schreibenArtikel bewerten
  • Funktionen:
  • drucken
  • Kontakt zur Redaktion

Weitere Links

Kommentar schreiben

Ihre persönlichen Daten:

Sicherheitsprüfung: (» neu laden)

Bitte füllen Sie alle Felder mit * aus! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.