Branche 28.10.2014 0 Bewertung(en) Rating

Drängende Energiefragen

Der Nordbayerische Energietag 2014 Anfang Oktober 2014 hat aktuelle und zentrale Themenstellungen und Herausforderungen von Unternehmen in Nordbayern aufgegriffen. Dazu gehörten die EEG-Umlage-Befreiung und die dezentrale Energieversorgung.

 - Gut 90 Besucher diskutierten brennende Fragen rund um das Thema Energie
Gut 90 Besucher diskutierten brennende Fragen rund um das Thema Energie
Kunststoff Netzwerk-Franken

Mehr als 90 Teilnehmer fanden auf Einladung des Kunststoff Netzwerk-Franken, des BF/M-Bayreuth, der AGO AG und der gastgebenden Hermos AG den Weg nach Mistelgau bei Bayreuth. Die Veranstaltung stand unter dem Titel "EEG-Umlage-Befreiung oder dezentrale Energieversorgung“.

Die deutsche Energiepolitik und insbesondere das reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz, das zum 1. August 2014 in Kraft getreten ist, stellen für stromintensive Industriebetriebe neue Herausforderungen dar. Steigende Energiekosten zwingen betroffene Unternehmen zu einem Gegensteuern: Die Nutzung besonderer Ausgleichsregelungen, die Befreiung oder Teilbefreiung von der EEG-Umlage, der Spitzenausgleich im Rahmen der Energie- und Stromsteuer aufgrund der Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 sowie die Eigenversorgung durch Errichtung einer dezentralen Energieversorgung im Rahmen von Expertenbeiträgen, Erfahrungsberichten und in der Diskussion hinsichtlich gesetzlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erörtert.

Innerhalb des ersten Vortragsblocks "ISO 50001“ beleuchteten vier Referenten die verschiedenen Aspekte der Energieeffizienznorm. Erich Maurer von der Energieagentur Nordbayern steckte zunächst den Rahmen mit einer Zusammenfassung der Änderungen durch die EEG-Novelle 2014 ab. Der Wegfall der bisher zugesicherten, indirekten Vermarktung in Form der garantierten Einspeisevergütung und die daraus resultierende Verpflichtung zur eigenverantwortlichen Direktvermarktung bildeten ebenso wie die nun veränderten Ausschreibungsmodalitäten einen Schwerpunkt im Vortrag. Im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung verwies Maurer auf die nun einschlägige Umlagepflicht, auch für den Eigenverbrauch und mögliche Ausnahmen.

Anschließend stellt Rüdiger Dzuban von ONI-Wärmetrafo Lösungen aus dem Bereich Wärmerückgewinnungssysteme vor. Die Wärmerückgewinnung kann einen entscheidenden Beitrag zur Refinanzierung einer Zertifizierung nach ISO 50001 leisten.

Die Einführung eines Energiemanagementsystems mit Zertifizierung nach ISO 50001 hat Kunststofftechnik Mayr bereits erfolgreich absolviert. Michael Buntag, Projektverantwortlicher des mittelständischen Familienunternehmens aus Unterthingau, stellte detailliert das praktische Vorgehen dar, empfahl die unbedingte Nutzung von Vorschlägen aus der Mitarbeiterschaft, lobte die gute Zusammenarbeit mit der SKZ-Cert bei den Zertifizierungen und ermutigte die Unternehmens­vertreter im Raum im Hinblick auf die sehr kurze Amortisationsdauer zum Handeln: "Energiesparen macht Spaß.“

sk

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