Automotive 11.01.2016 4 Bewertung(en) Rating

Barlog 3D-Kunststofftechnik: Individualität in Serie

Eine neue 3D-Kunststofftechnik sorgt für Individualität bei Kunststoffbauteilen. Ein Beispiel dafür ist die Frontblende mit 3D-Effektlackierung im neuen Concept Car 'Ʃtos' von Rinspeed, die mittels magnetisierbarer Polymerblends bei Barlog Plastics entwickelt und produziert wurde. Der 'Ʃtos' wurde Anfang Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Keballoy 3D-Technik von Barlog Plastics ermöglicht es Kunststoffverarbeitern, individuelle 3D-Effekt Lackierungen mit auf ihre Produkte zu bringen – und das in allen Branchen, wo sichtbare Kunststoffteile zum Einsatz kommen. "Insbesondere in der Automobilindustrie, wo oft emotionale Faktoren die Kaufentscheidung beeinflussen, bietet diese Technik einen echten Wettbewerbsvorteil", sagt Peter Barlog, Geschäftsführer von Barlog Plastics.

 - Funktionsprinzip der Keballoy 3D-Technik
Funktionsprinzip der Keballoy 3D-Technik
Barlog

Einzigartigkeit trotz Serienfertigung

Bislang stehen dem Kunden beim Automobilkauf oft nur begrenzte Auswahlmöglichkeiten wie die Lackfarbe und wenige Designvarianten zur Verfügung. Eine zusätzliche Individualisierung ist mit hohen Kosten in der Produktion verbunden. Doch der Wunsch nach weiteren Variationsmöglichkeiten steigt. Mit der Keballoy 3D-Technik von Barlog lassen sich jetzt im Spritzgussverfahren in hoher Stückzahl produzierte Kunststoffbauteile kostengünstig individualisieren.

Hierzu wird ein thermoplastisches Polymerblend mit speziellen magnetisierbaren Füllstoffen ausgerüstet, die es ermöglichen, in einem zwischengeschalteten Prozess das gewünschte Design magnetisch in der Oberfläche des Bauteils zu speichern – vom Grundprinzip ganz ähnlich einer Audiokassette. Mit vernetzter und automatisierter Produktionstechnik kann anschließend jedes Kunststoffteil mit einem individuellen 3D-Effektlack ausgestattet werden.

"Mit wenig Aufwand und vergleichsweise geringen Kosten sorgt die Keballoy 3D-Technik für ein individuelles Erscheinungsbild in der Serienfertigung", erläutert Peter Barlog.

Rinspeed 'Ʃtos': Mut zur Innovation

 - Frontblende des 'Ʃtos' mit 3D-Effektlackierung: Konzipiert und produziert bei Barlog Plastics
Frontblende des 'Ʃtos' mit 3D-Effektlackierung: Konzipiert und produziert bei Barlog Plastics
Rinspeed

Ein Beispiel für ein solches Bauteil befindet sich im neuen Concept Car 'Ʃtos' des Schweizer Unternehmens Rinspeed. Das Fahrzeug wurde Anfang Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Das Familienunternehmen Barlog hat hierfür eigens die Frontblende mit 3D-Effektlackierung konzipiert und produziert. "Das Bauteil ist dabei mit seiner 3D-Optik nicht nur ein echter Hingucker, sondern setzt auch qualitativ Maßstäbe", so Barlog.

 - Concept Car 'Ʃtos' von Rinspeed. Das Fahrzeug wurde Anfang Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erstmals der Öffentlichkeit präsentiert
Concept Car 'Ʃtos' von Rinspeed. Das Fahrzeug wurde Anfang Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas erstmals der Öffentlichkeit präsentiert
Rinspeed

Barlog beteiligte sich an dem futuristischen Fahrzeug in Form der Frontblende zwischen den Scheinwerfern mit 3D-Effektlackierung. "Die Beteiligung am 'Ʃtos' mit der Keballoy 3D-Technik ist ein hervorragendes Beispiel zur Verwendung solcher Bauteile in der Automobilindustrie, aber auch ganz allgemein für den Einsatz von 3D-lackierten Kunststoffkomponenten", kommentiert Barlog die Zusammenarbeit. "Wir wollen hiermit auch darauf aufmerksam machen, dass Mut zur Innovation und Individualisierung nicht zwangsläufig mit hohen Kosten verbunden ist."

Der 'Ʃtos' wurde auf der CES in Las Vegas vom 6. bis 9. Januar als erstes Concept Car von Rinspeed außerhalb der Schweiz vorgestellt.

mg

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