Märkte 01.02.2017 1 Bewertung(en) Rating

70 Prozent mehr Industrie-Roboter in Asien

Der asiatische Wirtschaftsraum setzt auf Industrie-Roboter: In nur fünf Jahren von 2010 bis 2015 stieg die Zahl der operativen Einheiten um 70 % auf 887.400. Allein im Geschäftsjahr 2015 kletterten die Verkaufszahlen um 19 % laut IFR auf 160.600 Einheiten. Das ist neuer Rekord – im vierten Jahr in Folge.

China macht als weltweit größter Absatzmarkt für Industrie-Roboter allein 43 % der gesamten Verkäufe von Industrie-Robotern in der Asienregion aus – einschließlich Australien und Neuseeland. Südkorea folgt mit einem Verkaufsanteil von 24 % und Japan mit 22 %. In der Summe stehen diese drei Nationen im Jahr 2015 zusammen für 89 % des Marktes in Asien und Australien, so die Ergebnisse des World Robotics Report 2016 der International Federation of Robotics (IFR).

Das Reich der Mitte wird demnach auch in Zukunft größter Wachstumstreiber sein und seine führende Rolle weiter ausbauen. Bis 2019 installiere China rund 40 % des weltweiten Angebots. Der Wachstumstrend für Roboter-Installationen dürfte sich den Prognosen zufolge in allen größeren Absatzmärkten für Roboter in Asien fortsetzen, in Südkorea, Japan, Taiwan und in weiteren südostasiatischen Ländern.

Elektro- und Elektronikindustrie überholt Automobilsektor

Die Elektro- und Elektronikindustrie zeigte sich als größte Wachstumsbranche in Asien. Der Roboter-Absatz stieg hier 2015 sprunghaft um 41 % auf 56.200 Einheiten gegenüber dem Vorjahr. Zum Vergleich: Die Automobilindustrie kaufte 54.500 Robotereinheiten – ein Plus von 4 %. Damit installierte die Elektro- und Elektronikindustrie in Asien erstmals mehr Industrie-Roboter als die Automobilbranche und verdoppelte den Absatz innerhalb von nur fünf Jahren.

Das produzierende Gewerbe – nach Anzahl der eingesetzten Industrie-Roboter mit Abstand der größte Sektor – verzeichnete insgesamt ein jährliches Wachstum von 25 % auf 149.500 Einheiten im Jahr 2015.

Mit Fokus auf die Roboterdichte steht Südkorea weltweit an der Spitze. Hier kommen 531 Industrie-Roboter auf 10.000 Arbeitnehmer, gefolgt von Singapur (398 Einheiten) und Japan (305 Einheiten). Diese drei asiatischen Volkswirtschaften rangieren weltweit an der Spitze unter den zehn fortschrittlichsten Industrieländern. Die durchschnittliche globale Roboterdichte liegt bei 69 Einheiten je 10.000 Arbeitnehmer.

"China wird seinen Wachstumskurs als dynamischer Zukunftsmarkt für die Roboterindustrie fortsetzen", sagt Joe Gemma, Präsident der International Federation of Robotics. "Die Technologiestrategie 2025 der chinesischen Regierung wird einen wichtigen Beitrag zur Automatisierung leisten. Das Ziel Chinas ist es, die weltweite Technologieführerschaft bei der Automatisierung zu erobern."

gr

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