Branche 11.02.2016 19 Bewertung(en) Rating

20 Jahre Barlog: Aus der Garage zum Mittelständler

Die Barlog-Gruppe wird 20 Jahre alt. Ähnlich wie bei Microsoft und Apple fing alles in einem Kinderzimmer und einer Garage an. Mit Know-how und maßgeschneiderten, flexiblen Kundenlösungen entwickelte sich Barlog zwar nicht zu einem Weltkonzern – aber doch zu einem mittelständischen Kunststoffexperten, der heute namhafte Unternehmen beliefert.

1996 gründeten Werner und Petra Barlog in Engelskirchen das Unternehmen Barlog Plastics für den Handel von Kunststoffen. Ihre Vision: Der feste Glaube, dass nicht nur das Produkt im Vordergrund steht, sondern individuelle Kundenlösungen den Unterschied machen. Nach dieser Maxime bauen die Gründer das Unternehmen Stück für Stück aus, führen neue Services und Unternehmensbereiche ein und erweitern stetig das Sortiment mit verbesserten Kunststofflösungen.

Lösungsanbieter in der Kunststoffbranche

Mit Erfolg: 20 Jahre später ist das Familienunternehmen einer der führenden deutschen Lösungsanbieter in der Kunststoffbranche. Namhafte Unternehmen – aus der Haushaltsgerätetechnik, Elektroindustrie, Trinkwasserversorgung oder Automobilbranche – gehören zum Kundenportfolio. Ob Hochleistungskunststoffe als Metallersatz in Wasserzählergehäusen, Leichtbaukomponenten im Automobil-Motorraum oder magnetisierte Kunststoffelemente in Pumpen und Motoren, hochgefüllte Werkstoffe zur Abschirmung vor Röntgenstrahlen, verchromte oder 3D-lackierte Kunststoffe für Designelemente im Automobil-Interieur, die Anwendungsbereiche sind vielfältig.

 - Unternehmensgründer und Geschäftsführer Werner Barlog: "Wir wollten den Kunststoffhandel revolutionieren, indem wir nicht das Produkt, sondern den Kunden und unsere Dienstleistung in den Fokus stellen."
Unternehmensgründer und Geschäftsführer Werner Barlog: "Wir wollten den Kunststoffhandel revolutionieren, indem wir nicht das Produkt, sondern den Kunden und unsere Dienstleistung in den Fokus stellen."
Barlog

Im Fokus steht heute wie damals die Dienstleistung, um eine optimale und maßgeschneiderte Lösung für den Kunden zu erzielen. Die Barlog Gruppe versteht sich als Full-Service-Anbieter – von der Materialherstellung über die Produktkonzeption und Prototypenentwicklung bis hin zur Produktprüfung und der Belieferung von Kunststoff-Rohstoffen für die Serienproduktion.

Aus dem Kinderzimmer zum erfolgreichen Mittelständler

"Unser Büro befand sich damals im Kinderzimmer unseres Hauses und das Lager in der Garage", erinnert sich Unternehmensgründer und Geschäftsführer Werner Barlog an die Anfangszeit zurück. "Wir wollten den Kunststoffhandel revolutionieren, indem wir nicht das Produkt, sondern den Kunden und unsere Dienstleistung in den Fokus stellen."

 - Peter Barlog, Geschäftsführer Barlog Plastics: "Als inhabergeführtes Familienunternehmen sind wir in der Lage individuell, flexibel und schnell auf unsere Kunden einzugehen."
Peter Barlog, Geschäftsführer Barlog Plastics: "Als inhabergeführtes Familienunternehmen sind wir in der Lage individuell, flexibel und schnell auf unsere Kunden einzugehen."
Barlog

Die Rechnung ging auf: Bereits drei Jahre später hatte Barlog sein eigenes Produktsortiment und konnte kurze Zeit später im Technikum die ersten Spritzgussmaschinen und sein neues Prüflabor in Engelskirchen in Betrieb nehmen. In den 2000ern wurde Barlog zum Ausbildungsbetrieb (2002), es folgte der Einstieg in die Magnet- und Lasertechnologie (2004) und die Herstellung eigener Produkte (2005). Mit der Produktion spritzgegossener Prototypen (Protosys) wurde 2008 der Dienstleistungszweig als eigenständiges Unternehmen – Bahsys – ausgegliedert. Die Brüder Frank (Bahsys) und Peter Barlog (Barlog Plastics) ergänzten in der Geschäftsführung ihren Vater Werner Barlog. Dadurch wurde auch die Nachfolgeregelung innerhalb des Familienunternehmens geregelt. Zur Vergrößerung der Lager und Produktionshallen zog das Unternehmen 2011 nach Overath.

Barlogs Blick in die Zukunft

Heute zählt Barlog 60 Mitarbeiter und verzeichnete 2015 einen Umsatz von 35 Mio. EUR. In den vergangenen Jahren tätigte das Unternehmen zukunftsweisende Investitionen – wie die Installation einer Solaranlage auf dem Bürogebäude, neue Spritzgussmaschinen mit einer Schließkraft bis zu 500 t und eine neue Fertigungshalle. Die nachhaltige Expansionsstrategie ist die Grundlage für den Unternehmenserfolg.

 - Zukunftsweisende Investitionen: Blick auf die neue Fertigungshalle bei Barlog in Overath
Zukunftsweisende Investitionen: Blick auf die neue Fertigungshalle bei Barlog in Overath
Barlog

"Ein Faktor, der seit jeher das Unternehmen auszeichnet und sich durch alle Abteilungen zieht, ist die Technikbegeisterung der Mitarbeiter, um innovative Lösungswege zu finden", erklärt Peter Barlog den Erfolg und fügt hinzu: "Als inhabergeführtes Familienunternehmen in einem Markt von Großkonzernen sind wir in der Lage individuell, flexibel und schnell auf unsere Kunden einzugehen und für sie das beste Ergebnis zu erreichen – und nicht das Teuerste."

Die Resultate sprechen für sich: So lassen sich beispielsweise beim Thema Metallersatz Kosteneinsparungen von 20 bis 40 % erreichen und auch noch die Haltbarkeit der Komponenten verlängern.

Drei Unternehmensbereiche

Zu der Barlog Gruppe gehören drei Unternehmensbereiche: Barlog Plastics entwickelt und liefert von der Idee bis zur Serie maßgeschneiderte Kunststoff-Compounds für verschiedene Branchen wie die Automobil-, Elektro- oder Sanitärindustrie. Spezialisiert ist das Unternehmen auf technische und funktionalisierte Kunststoffe, Hochleistungsprodukte und thermoplastische Elastomere.

Bahsys kümmert sich um die gesamte Produktkonzeption – von Machbarkeitsanalysen und Materialauswahl über die kunststoffgerechte Konstruktion bis hin zu FE-Strukturanalysen und Spritzguss-Prototypen. Hierzu zählt auch das eigene Prüflabor zur Materialprüfung und Schadenanalyse. Maßgeschneiderte Lösungswege stehen im Fokus der Bahsys-Arbeit. Darüber hinaus wird die langjährige Praxiserfahrung über die Barlog Akademie an die Kunden weitergegeben. Das Besondere: das nahtlose Zusammenspiel zwischen den Bereichen Barlog Plastics, Bahsys und der Barlog Akademie.

mg

Kommentar schreibenArtikel bewerten
  • Funktionen:
  • drucken
  • Kontakt zur Redaktion

1 Kommentar zu "20 Jahre Barlog: Aus der Garage zum Mittelständler "

  1. Carlo - 11.02.2016, 12:47 Uhr (Kommentar melden)

    Tatsächlich sind die Firmen mit dem größten Markenwert weltweit in den USA entstanden und die meisten davon wurden in Garagen gegründet - siehe hierzu: http://www.rekers-beton.de/news-existenzgruendung-in-der-Garage.php. Das gibt es zwar auch in Deutschland doch die Vorschriften an Gebäudesicherheit und Arbeitssicherheit sind hierzulande deutlich strenger, so dass die Dynamik doch etwas gebremst wird. Vielleicht sollte der Gesetzgeber darüber nachdenken, die Vorschriften etwas zu lockern.

Kommentar schreiben

Ihre persönlichen Daten:

Sicherheitsprüfung: (» neu laden)

Bitte füllen Sie alle Felder mit * aus! Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.